Svetoslav Borisov

Der bulgarische Dirigent Svetoslav Borisov ist seit der Spielzeit 2016/2017 Erster Kapellmeister und Stellvertretender GMD am Theater Magdeburg und darüber hinaus Künstlerischer Leiter des österreichischen Kammerorchesters CON FUOCO. Von 2013 bis 2015 war er Assistent von GMD Steven Sloane und Dirigent der Bochumer Symphoniker sowie bis 2016 Chefdirigent der Oper Varna. Beiden Häusern ist er auch weiterhin als Gastdirigent verbunden.

Am Theater Magdeburg wird er 2019/2020 u.a. die Neuproduktionen von Gounods Roméo et Juliette, Weills Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny sowie des Balletts La Fille mal gardée leiten. Hinzu kommen Übernahmen von Janáčeks Kátja Kabanová und Puccinis Turandot sowie mehrere Konzerte. Weitere Höhepunkte in der kommenden Spielzeit sind seine Rückkehr ans Pult des Bruckner-Orchesters Linz sowie an die Nationaloper in Sofia. Von den Produktionen, die er in den vergangenen Jahren leitete, seien Gounods Faust, Barbers Vanessa, Aida, Hänsel und Gretel, Salome, Tosca, Der Fliegende Holländer, Eine Nacht in Venedig und La finta giardiniera erwähnt.

Wertvolle Erfahrungen konnte Svetoslav Borisov in der Zusammenarbeit mit vielen Orchestern sammeln, wie z.B. dem Beethoven Orchester Bonn, den Bochumer und Düsseldorfer Symphonikern, dem Göttinger Symphonie Orchester und der Neuen Philharmonie Westfalen. Er gastierte u.a. in Belgien, China, Deutschland, Griechenland, Litauen, der Ukraine und Österreich. Im November 2015 sprang er für Krzysztof Penderecki bei den Grazer Philharmonikern ein und kehrte in der Spielzeit 2018/2019 erneut ans Pult des Orchesters zurück.

2007 gründete er das im In- und Ausland erfolgreich tätige Kammerorchester CON FUOCO. Im Kammeropern-Zyklus des Musikvereins in Graz feierte das Orchester unter Borisovs Leitung in Donizettis Rita und Lortzings Die Opernprobe große Erfolge. Die Produktion von Suppés Die schöne Galathée in der Originalfassung wurde vom ORF ausgestrahlt. Im Juni 2019 gab er mit dem Kammerorchester sein Debüt im Wiener Musikverein, zusammen mit Julia Hagen als Solistin.

Nach ersten Studien im Fach Trompete an der Universität für Musik in Sofia begann Svetoslav Borisov an der Kunstuniversität Graz zusätzlich zum Fach Trompete ein Dirigierstudium, das er 2010 mit Auszeichnung abschloss. Erste Engagements führten ihn an das Stadttheater Klagenfurt sowie – zunächst als Kapellmeister – an die Oper Varna und mehrmals erfolgreich als Gast an die Staatsoper Sofia. Einladungen führten ihn ebenso zum Musiktheater im Revier Gelsenkirchen und an die Istanbuler Oper mit Adolphe Adams Ballett Le Corsaire.

Svetoslav Borisov absolvierte Meisterkurse u.a. bei Ralf Weikert, Bernard Haitink, Jesus Lopéz Cobos und Kurt Masur. 2010 nahm er an der Internationalen Dirigentenakademie Bochum unter Leitung von Steven Sloane, Roger Norrington und Sylvain Cambreling teil.

August 2019

Änderungen nur nach Rücksprache. Bitte alle früheren Fassungen vernichten.

Svetoslav Borisov dirigiert leidenschaftlich und akzentuiert, mit viel Gespür für die Feinheiten der Partitur und die dramatischen Akzente, vor allem im Triumphmarsch.

Orpheus (Verdi, Aida)

Ein junger Dirigent und ein Orchester mit mehr Bruckner-Erfahrung als die meisten anderen – eine Kombination, die Funken sprühen ließ.

Kronenzeitung (Bruckner-Orchester Linz, Bruckner 4)

So ist es auch musikalisch ein großartiger Abend. Svetoslav Borisov dirigiert und holt alles aus dieser Partitur heraus. Er hat aber nicht nur Gespür für das Große, sondern auch für die Passagen, bei denen es in einen Erzählstil, in ein Parlando hereingeht.

mdr.de(Barber,Vanessa)