Duo Brüggen-Plank

Duo Brüggen-Plank

Ursprünglich als einmaliges Kammermusikprojekt während des Studiums begonnen, entwickelte sich die Zusammenarbeit der beiden Musikerinnen mit der Zeit zu einem festen Duo, welches seit mittlerweile 13 Jahren besteht. Die beiden Musikerinnen nehmen sich die Zeit, die ein Werk für die Erarbeitung braucht, für das Nacheinander der verschiedenen Phasen der Auseinandersetzung mit komplexer Musik. Sie schätzen das gemeinsame Erarbeiten von Grund auf, das Hinterfragen und Diskutieren sowie die gemeinsame Weiterentwicklung in diesem allmählichen Prozess.

Resultat dieser Arbeit ist die Empfindung, sich blind aufeinander verlassen zu können, instinktiv auf das Spiel des Gegenübers zu reagieren und miteinander ein Werk zu „durchschreiten“.

Das gemeinsame Repertoire ist breit gefächert und reicht von der Wiener Klassik bis hin zu Uraufführungen zeitgenössischer Werke. Zudem ist es beiden Interpretinnen ein großes Anliegen, zu Unrecht vergessene und selten aufgeführte Werke wiederzuentdecken und in ihre Konzertprogramme aufzunehmen. Die Debüt-CD, die das Duo Werken von Karol Szymanowski widmete, fand in der Fachpresse großen Anklang. „Die Aufnahmen zeugen von leidenschaftlicher Hingabe und einem direkten Sinn für diese hochartifizielle Musik.“ (Harald Eggenbrecht, Süddeutsche Zeitung). „So kommt ein im besten Sinne partnerschaftliches Musizieren zustande, in dem zwei hochbegabte Musikerinnen ihre Fähigkeiten ebenso selbstbewusst wie selbstlos in den Dienst eines genialen Komponisten stellen – wie es eben sein sollte in einem richtigen Duo.“(Das Orchester) 2019 folgte eine CD mit Werken von George Enescu, welche mit dem Supersonic Award ausgezeichnet wurde und eine Nominierung zum ICMA-Classic Award und zum Opus-Klassik 2020 erhielt.

Henrike Brüggen, Klavier

Der musikalische Ausdruck ist es, der Henrike Brüggen unablässig antreibt. Mit ihrer entschlossenen und konsequenten künstlerischen Einstellung ist es ihr Bestreben, Kompositionen tief zu durchdringen und diese dem Publikum durch ihr intensives Spiel nahezubringen.

Sie ist mehrfach ausgezeichnete Preisträgerin bei Klavierwettbewerben, wie etwa dem Internationalen Steinway-Klavierspielwettbewerb, dem Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ und dem Internationalen „Piano Campus-Wettbewerb“ in Paris. Ebenso war sie Stipendiatin der „Oskar-und-Vera-Ritter-Stiftung“, des Deutschen Musikwettbewerbs und wurde in die Bundesauswahl „Konzerte Junger Künstler“ aufgenommen.

Solistisch trat sie unter anderem mit der Sinfonia Varsovia und den Göttinger Symphonikern auf und gab Konzerte im Rahmen namhafter Festivals wie etwa der Schwetzinger Festspiele und der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Es erfolgten Rundfunkaufnahmen beim Deutschland Radio, NDR und SWR.

Henrike Brüggen wurde in Stadtoldendorf geboren und begann das Klavierspiel im Alter von 6 Jahren. Sie studierte in Hannover und Detmold bei Karl-Heinz Kämmerling, Heidi Köhler und Anatol Ugorski und schloss 2007 mit dem Konzertexamen ab. Seit mehreren Jahren beschäftigt sich Henrike Brüggen intensiv mit der historischen Aufführungspraxis – in diesem Zusammenhang arbeitet sie regelmäßig mit Reinhard Goebel zusammen und absolvierte ein postgraduales Studium am Mozarteum Salzburg.

Weitere künstlerische Impulse erhielt sie bei international renommierten Künstlern und Ensembles wie Sándor Falvai, Gyöngyi Keveházi, Thomas Brandis, dem Alban Berg Quartett, Hatto Beyerle und Ulf Schneider.

Sie hatte Lehraufträge an den Hochschulen für Musik und Theater Hannover und München inne. Seit 2018 ist sie Lehrbeauftragte an der Universität der Künste Berlin.

Marie Radauer – Plank, Violine

Neugierde und künstlerische Flexibilität bestimmen das musikalische Schaffen von Marie Radauer-Plank. Mit großem Respekt und Wissen um den historischen Kontext nähert sie sich jedem neuen Werk mit dem Ziel, das Wesen der Musik unverfälscht und klar wiederzugeben.

Marie Radauer-Plank ist Bachpreisträgerin (2. Preis 2014) sowie Preisträgerin zahlreicher anderer internationaler Wettbewerbe, wie etwa beim Wettbewerb des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft, des Gradus-Wettbewerbs Wien und des Internationalen Louis-Spohr-Wettbewerbs Weimar. Eine rege Konzerttätigkeit führte sie bereits quer durch Europa, die USA und Asien. Als Solistin konzertierte sie unter anderem mit dem Münchner Rundfunkorchester, dem Stuttgarter Kammerorchester, dem Folkwang Kammerorchester, dem Orchestra della Accademia Mahler und dem iPalpiti Chamber Orchestra.

Kammermusikalisch trat sie mit Künstlern wie etwa Julius Berger, Wolfram Christ, Leonid Gorokhov, Lukas Hagen, Tatjana Masurenko, Hagai Shaham, Kian Soltani sowie mit Mitgliedern der Berliner Philharmoniker auf.

Die in Salzburg geborene Geigerin erhielt mit vier Jahren ihren ersten Geigenunterricht. Sie studierte in Salzburg, Hannover und Brüssel bei Benjamin Schmid, Lukas Hagen, Ulf Schneider und Augustin Dumay. 2014 beschloss sie ihr Violinstudium mit dem Konzertexamen.

Vielseitig interessiert, studierte sie zudem Barockvioline bei Reinhard Goebel, mit dem sie bis heute eine intensive Zusammenarbeit verbindet. Sie ist ein gern gesehener Gast in Ensembles wie etwa den Berliner Barocksolisten, Concerto Melante und dem französischen Ensemble Diderot.

Marie Radauer-Plank wurde von der französischen Stiftung “Banque populaire Natixis” als Stipendiatin unterstützt. Sie spielt auf einer italienischen Violine von Dom Nicolo Amati aus dem Jahre 1746.

Änderungen nur nach Rücksprache. Bitte alle früheren Fassungen vernichten.

Traumhaft schön musiziert.
BR Klassik

Mit großem Detailreichtum und glutvoller Intensität.
Klassik heute