Kimbo Ishii
Das künstlerische Wirken des japanischen Dirigenten Kimbo Ishii konzentrierte sich in den letzten Jahren hauptsächlich auf Deutschland. Nach seiner Tätigkeit als Erster Kapellmeister an der Komischen Oper Berlin war er Generalmusikdirektor am Theater Magdeburg (2010 bis 2019) sowie Generalmusikdirektor des Schleswig-Holsteinischen Landestheaters (2019 bis 2022). Er gastierte bei Orchestern wie der Dresdner Philharmonie, der Mecklenburgischen Staatskapelle Schwerin, dem Oldenburgischen Staatsorchester, den Bochumer Symphonikern und der Kammerakademie Potsdam. An der Deutschen Oper am Rhein dirigierte er Produktionen von Prokofievs Der feurige Engel und Rimski-Korsakows Le Coq d’Or.
Neben Gastdirigaten bei internationalen Orchestern in Europa, Nord- und Südamerika wie z.B. der Manchester Camerata, dem Netherlands Philharmonic Orchestra und dem National Orchestra of Costa Rica ist Kimbo Ishii darüber hinaus in den letzten Jahren auch in Japan sehr aktiv. Er dirigierte unter anderem das NHK-Sinfonieorchester sowie das Yomiuri Nippon Sinfonieorchester, das Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra, das New Japan Philharmonic Orchestra, das Osaka Symphony Orchestra, das Kyoto Symphony Orchestra, das Nagoya Philharmonic Orchestra, das Sapporo Symphony Orchestra und das Kyushu Symphony Orchestra.
Von 1999 bis 2007 war Kimbo Ishii Music Director des Cayuga Chamber Orchestra in Ithaca/New York und von 2007 bis 2012 bekleidete er die gleiche Position beim Amarillo Symphony Orchestra Texas/USA. In Japan war er von 2009 bis 2013 als erster Gastdirigent des Osaka Symphony Orchestra tätig.
Kimbo Ishii studierte zunächst Violine, u.a. bei Dorothy Delay an der Juillard School of Music und nahm anschließend ein Dirigierstudium auf. Noch während seines Dirigierstudiums an der Mannes School of Music wurde Kimbo Ishii gleichzeitig als Assistant Conductor beim Boston Symphony Orchestra und beim New York Philharmonic engagiert und arbeitete mit renommierten Dirigenten wie Seiji Ozawa, Sir Simon Rattle, Bernard Haitink und André Previn zusammen. 1995 wurde er Preisträger des Internationalen Nikolai-Malko-Dirigierwettbewerbs in Dänemark. Im Jahr 2010 erhielt er den „9. Hideo Saito Memorial Fund Award“ in der Kategorie Dirigieren.
Zu den weiteren Höhepunkten seiner Karriere zählen mehrere NTV-Konzertübertragungen mit dem Yomiuri Nippon Symphony Orchestra und CD-Aufnahmen mit der Slowakischen Philharmonie, dem Kusatsu Festival Orchestra und der Magdeburgischen Philharmonie.
November 2025
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